HISTORISCHES

Das Hotel Faltermaier - ein Familienbetrieb in dritter Generation.

29. September 1960

Josef und Maria Faltermaier, geb. Würfl, kauften die Gastwirtschaft mit 0.9678ha Grund um 35.000 DM von den Eheleuten Martin und Magdalena Killi, geb. Weigl, Geschäftseröffnung war am 27. Dezember 1960. Das inzwischen über 100 Jahre alte Haus entsprach weder bezüglich der Gasträume noch der sanitären Anlagen den zeitgemäßen Anforderungen einer Gastwirtschaft.

1961

Der Saal wurde umgebaut. Die Nutzfläche lag nun auf einer Ebene mit der Küche. Am Nordende des Saales baute man neben Theke und Kühlraum eine Bühne ein. Nach und nach enstanden ein Schießstand mit Schützenstüberl, eine automatische Kegelbahn und ein Schlachthaus mit Räucher- und Kühlanlage.

1966

Im August war Baubeginn für eine neue Gastwirtschaft auf dem "Dorfanger" gegenüber der alten Wirtschaft. Küche, Gaststube, Kühl- und Lagerräume sowie vier Wohnungen und 12 Fremdenzimmer entstanden. Ein interessanter Saal mit Empore, eine Etage tiefer gelegen, erwies sich als äußerst schwierig zu bewirtschaften.

1974

Der Wirt eröffnete, dem Trend der Zeit folgend, eine Diskothek, die 1984 zu einer der modernsten Anlagen in der Umgebung als Diskothek Grimaldi ausgebaut und 1993 geschlossen wurde. In diesen Räumen befindet sich heute eine geräumige Weinstube mit Bar.

2. September 1985

Nach dem Ableben des Wirtes Josef Faltermaier († 1.5.1984) übernahm Josef und Rosi Faltermaier, geb. Obermeier, am 2. September 1985 den Betrieb. Mit hohen Investitionen erhielten Gast- und Nebenzimmer Titoler Vertäfelungen und Sitznischen. Die Küche wurde erweitert und modernisiert. Privatwohnungen für die Betriebsinhaber und zusätzliche Fremdenzimmer entstanden.

Das Gasthaus Faltermaier ist heute als Familienunternehmen ein moderner Dienstleistungsbetrieb. Neben 33 Fremdenzimmern mit 62 Betten bietet das Haus Räume für Hochzeiten, Betriebsfeiern, Versammlungen, Familienfeste, Busgesellschaften usw. Eine reichhaltige Speisen- und Getränkekarte zeugen von der Leistungsfähigkeit von Küche und Keller. Insgesamt beschäftigt der Betrieb als Arbeitgeber gegenwärtig 12 ständige und 15 teilzeitbeschäftigte Arbeitskräfte.

Ursprünglich bezog die Eicherloher Gaststätte ihr Bier von der Hackerbrauerei. Später lieferte der Bräu von Ottenhofen. Als 1897 der Besitzer des Schwabener Oberbräu, Matthias Brenner, die Wirtschaft erwarb, waren Pächter gehalten, das Bier von Brenner zu beziehen. Johann Killi, wechselte zur Franziskaner-Brauerei (Spatenbräu). Der Gasthof Faltermaier führt ebenfalls Spatenbier. Das in den letzten 30 Jahren in zunehmenden Maße verlangte Weizenbier (Weißbier) liefert die Erdinger Weißbierbrauerei.

Die Gastwirtseheleute Josef und Rosi Faltermaier erbauten 1997/1998 im Norden des bisherigen Hauptgebäudes ein Hotel mit 36 Zimmern und 56 Betten und ein Familienwohnhaus. Der inzwischen in Hotel-Gasthof umbenannte Betrieb verfügt nun über 72 gut ausgestattete Zimmer mit ca. 120 Betten. Die Schützenanlage wurde umfunktioniert, das Nebengebäude mit Schlachthaus und Garage im Zuge der Baumaßnahme abgebrochen.

Herausgeber und Verfasser der Texte © Gemeinde Finsing, 2003
Aus dem Buch Heimatbuch der Gemeinde Finsing - Eicherloh; Vorderes und Hinteres Finsingermoos, Brennermühle - Band I